Heute las ich in der SZ ein schönes Interview mit Murray Cox, Kritiker von Airbnb, einem in New York lebenden australischen Journalisten – das mir als „veneziana di adozione“ natürlich aus dem Herzen sprach. In dem Interview wurde auch ein Punkt angesprochen, ein Mantra, das gebetsmühlenartig von den Verteidigern von Airbnb wiederholt wird, nämlich dass den… Leben in Airbnb weiterlesen
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Italiano per principianti (Renzimania)
Di recente sono stata di nuovo a Castiglioncello, quella piccola località balneare in Toscana dove tanti, tanti anni fa (le donne non indicano mai il numero esatto degli anni) avevo imparato l’italiano. Ebbi problemi soprattutto con il passato remoto, peggio ancora il congiuntivo, dico solo: congiuntivo trapassato. L’italiano ha tempi che un tedesco non riesce… Italiano per principianti (Renzimania) weiterlesen
Supersupereinfach
Angesichts der Tatsache, dass heute das „größte Geheimnis der literarischen Welt“ angeblich aufgeklärt wurde, die Identität des sich hinter dem Pseudonym „Elena Ferrante“ verborgenen Mysteriums (laut des italienischen Enthüllungsjournalisten Claudio Gatti handelt es sich um die Übersetzerin Anita Raja – verheiratet mit dem neapolitanischen Schriftsteller Domenico Raja, nachzulesen heute gleich in vier internationalen Zeitungen, darunter die Frankfurter… Supersupereinfach weiterlesen
Verfassungsreform leicht gemacht. #iovotono
Ein Freund, ein guter Freund … daran mangelt es Matteo Renzi in der italienischen und, via copy&paste, deutschen Presse wahrlich nicht. Nahezu täglich lese ich Weltuntergangsszenarien, die eintreten würden, falls Matteo Renzi seine Volksabstimmung am 4. Dezember nicht gewinnen sollte: Eine Eiszeit wird ausbrechen, die Vögel werden tot vom Himmel fallen, Überschwemmungen, Hungersnöte, falls die notorisch… Verfassungsreform leicht gemacht. #iovotono weiterlesen
Alles gut?
Alles gut?, fragte die Ziege misstrauisch. Allein dafür gehörte sie in die Luft gejagt, für dieses beschissene »Alles gut«, diesen Schlachtruf der Gewinner, diese Sunny-side-up-Beschwörungsformel. Scheißdreck, sagte Wieneke. („Die Gesichter der Toten. Serena Vitales zweiter Fall.“) Bei meinem letzten Deutschland-Trip fiel dieses „Alles gut“ allen aus dem Mund, denen ich begegnet bin, dem Taxifahrer, dem… Alles gut? weiterlesen
Cineasten-Einheit (Filmfest 3 und Schluss)
Wehmut weht über den Lido. Die Badekabinen werden geräumt, aus den aufblasbaren Krokodilen wird die Luft rausgelassen, die letzten, halbleeren Flaschen Sonnenöl weggeworfen. Die Kinder bekommen am Strand ein letztes Wassereis und quengeln so lange herum, bis sie sich aus dem Automaten ein letztes Abziehbild ziehen dürfen, das so begehrt ist, weil es wie eine echte… Cineasten-Einheit (Filmfest 3 und Schluss) weiterlesen
Mein Lieblingspapst (Filmfest 3)
Der beste Film läuft frühmorgens hier in Venedig, wenn die Außerirdischen noch nicht gelandet sind, und man in den Gassen nichts anderes hört als seine eigenen Schritte und das Kratzen der Reisigbesen. Es ist der kurze Moment, wenn Venedig sich noch selbst gehört, und die Stadt ein begehbares Wunder ist. Eine Stunde später ist alles vorbei. Aber… Mein Lieblingspapst (Filmfest 3) weiterlesen
Liebe (Filmfest 2)
Ich liebe es, Filme zu sehen, über die ich nichts oder wenig weiß. Macht der Film etwas mit mir oder nicht? Wenn ein Film ins Kino kommt, und das Gleiche gilt für Bücher, ist man oft schon voreingenommen. Es gab Kritiken („Waaas? Dings hat den Roman gelobt? Dann kann es ja nichts sein“), die beste Freundin liebte den… Liebe (Filmfest 2) weiterlesen
La-La-Land (Filmfest 1)
Natürlich brannten Sie schon für meine alljährliche einseitige, unsachliche und doktrinäre Berichterstattung vom venezianischen Filmfest, das, traratrara, heute angefangen hat (im Foto hier: die grandiose Aussicht von der Variety-Party gestern Abend im Danieli, ok ok, das Leben könnte schlechter sein, aber Sie können sich nicht vorstellen, wie anstrengend so ein social life sein kann) Die Filme, zumindest einige,… La-La-Land (Filmfest 1) weiterlesen
Weiße Strände
Gerade ist das Mare-Heft erschienen, in dem sich meine Reportage mit den Fotos von Niccolò Cozzi über die „spiagge bianche“ befindet, eine irre Angelegenheit, die mich schon im fernen Jahr 1989 irritierte, als ich unweit von dort entfernt Italienisch lernte: Die „Weißen Strände“ heißen so, weil der Sand von den Chemieeinleitungen des Chemiemultis Solvay gebleicht… Weiße Strände weiterlesen